Ein Vertragsstreit in Frankreich bringt Pierre Ekwah auf den Transfer-Radar der Rangers

Pierre Ekwah 👀, tags: der - youtube

Winterliche Transferphasen haben es oft in sich: Ruhige Vertragsstreitigkeiten entwickeln sich plötzlich zu interessanten Gelegenheiten – und Pierre Ekwahs Situation ist gerade ein Paradebeispiel dafür. Der 23-jährige Mittelfeldspieler steht im Zentrum eines Rechtsstreits in Frankreich, der seine nächsten Karriere-Schritte beeinflussen könnte. Die Rangers beobachten das genau, während viele deutsche Leser den Namen an der Seitenlinie wiedererkennen werden.

Danny Röhl, früherer Bundesliga-Co-Trainer und jetzt Chef bei den Rangers, bereitet sich auf sein erstes komplettes Transferfenster als Verantwortlicher in Ibrox vor. Mit Rückendeckung des Vorstands und unter Zugzwang, den Kader zu verstärken, dürfte der deutsche Coach im Januar entschlossen agieren. Einer der Kandidaten auf seiner Liste ist Ekwah – ein physisch starker zentraler Mittelfeldspieler, dessen Karriere nach dem Abstieg von Saint-Étienne in die Ligue 2 ins Stocken geraten ist.

Eine 7-Millionen-Euro-Klausel, eine Verweigerung und ein Rechtsstreit

Saint-Étienne zog im vergangenen Sommer eine Klausel im Wert von rund 7 Millionen Euro und verpflichtete Ekwah nach einer Leihe von Sunderland fest – obwohl der Verein gerade aus der Ligue 1 abgestiegen war. Diese Entscheidung kam bei Ekwah alles andere als gut an. Quellen aus Frankreich berichten, dass er es ablehnte, in der zweiten Liga zu spielen, in dieser Saison nicht einmal zum Einsatz kam und schließlich seinen Vertrag gekündigt hat. Saint-Étienne widerspricht dieser Darstellung vehement und hat rechtliche Schritte eingeleitet, da man den Vertrag weiterhin als gültig ansieht.

Während Anwälte einen Fall vorbereiten, der wohl kaum vor Anfang nächsten Jahres geklärt wird, wurde Ekwah freigestellt und trainiert nun individuell mit einem eigenen Coach. Seine fehlende Spielpraxis ist ein Thema – aber ebenso die Chance: Sollte sich seine Seite am Ende durchsetzen, wäre der ehemalige französische Juniorennationalspieler ablösefrei verfügbar. Eine spannende Option in einem engen Transfermarkt.

Nach Informationen von Foot Mercato beobachten aber nicht nur die Rangers Ekwahs Situation; auch Udinese aus der Serie A sowie ein weiterer unbekannter Klub verfolgen die Entwicklung. Für euch aus Deutschland ist vor allem interessant, wie sich Röhl hier einbringt: Setzt ein Bundesliga-erfahrener Trainer auf das Risiko bei einem Spieler zwischen den Verträgen? Im Januar gibt es Klarheit – Fall für Fall, Gerichtstermin für Gerichtstermin.